Buchpremiere: "Leipzig ist für mich..."
Kabarettist Werner Schneyder verbindet mit Leipzig einen wichtigen Teil seiner Biogrphie und "das Glück, einmal eine sinnvolle Mikrobe gewesen zu sein". Kultautor Clemens Meyer arbeitet sich an den Realitäten seiner Heimatstadt ab. Ihr Verhältnis zur Messestadt eröffneten die Autoren des LVZ-Buchs "Nachdenken über Leipzig" zur Buchpremiere in der LVZ-Kuppel. In launiger Runde disktutierten Schneyder und Meyer, Stadtgeographin Helga Schmidt und Schriftsteller Helmut Richter sowie Schauspieler Berndt Stübner. LVZ-Chefredakteur Bernd Hilder und Chefreporter Thomas Mayer moderierten die Runde. Fürs Web-Video von LVZ-Online ließen die Autoren blicken, was ihnen Leipzig ganz persönlich bedeutet.
Das Video zur Buchpremiere - hier ansehen
Alle Autoren im Überblick: Steckbriefe von A-Z
In hundert Essays gehen namhafte Autoren aus dem In- und Ausland der Frage auf den Grund, welchen Weg Leipzig einschlägt - und was ihnen das bedeutet. Dazu angeregt hatte der deutsche Universalgelehrte Walter Jens nach der Olympiabewerbung der Stadt in einem Gespräch mit Thomas Mayer von der Leipziger Volkszeitung. Der Chefreporter griff die Idee auf, wandte sich an Dichter, Denker und Lenker, ermunterte sie zum Nachdenken über Leipzig. So entstanden in sechs Jahren hundert Texte, die dieser Sammelband chronologisch geordnet vereint.
Ob junger Schriftsteller oder erfahrener Politiker, ob Künstler oder Wissenschaftler, Zugereister oder Eingeborener: So unterschiedlich die Autoren und ihre Erfahrungen, so unterschiedlich sind auch ihre persönlichen, mitunter eigenwilligen, dabei aber immer faszinierenden Sichten. Zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989 dokumentiert "Nachdenken über Leipzig" ein Stück Zeitgeschichte, entwickelt Visionen und ist vor allem eins - eine Liebeserklärung an eine wunderbare Stadt.
Die kleine weltumspannende Stadt
Als Leipzig im Frühjahr 2003 von den Olympischen Spielen träumen durfte, wurde die Serie „Nachdenken über Leipzig“ ins Leben gerufen. Deutschlands Universalgelehrter Walter Jens hatte im Interview mit dieser Zeitung die Idee dazu: „In die Vorbereitung sollte die geistige Intelligenz einbezogen werden. Man sollte kluge Federn ansetzen, die unter dem Aspekt der Bewerbung die Besonderheit von Leipzig bis hin zur Buchstadt darstellen.“ Jens schlug auch vor, die Serie „Nachdenken über Leipzig“ zu nennen und sagte einst im April: „Künstler, Wissenschaftler müssen sich fragen: Was war Leipzig? Was ist Leipzig? Das darzustellen sollte Aufgabe einer von Leipzig ausgehenden bürgerlichen Kulturbewegung sein. Ich stelle mir also vor, dass man die besten Köpfe unseres Landes ermuntert, für Leipzig zu schreiben. Das Podium könnte übrigens Ihre Zeitung sein.“
Hundert Essays: Zitate aus hundertmal Nachdenken
Lesen Sie hier einige Zitate aus dem Essayband "Nachdenken über Leipzig" unter anderem von Erich Loest, Angela Krauß, Clemens Meyer, Galsan Tschinag, Werner Schneyder, Ulrike Almut Sandig und Edgar Hilsenrath.
